Das Versagen der S-Bahn Hamburg

S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof
S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof (Lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert". Urheber: Wikipedia-User "Clic")

Jeder, der auf die S-Bahn in Hamburg angewiesen ist und diese regelmäßig nutzt, oder realistischer: zu nutzen versucht, gelangt irgendwann unweigerlich an den Punkt, an dem er diesen Laden am liebsten in die Luft sprengen würde.

Ewige Verspätungen, die in den seltensten Fällen an die Fahrgäste kommuniziert werden, ausfallende Züge oder abweichende Fahrten sind jedem bekannt, der die S-Bahn öfter als ein, zwei mal in der Woche nutzt. Bis vor kurzem war die S-Bahn zumindest auf Facebook noch bemüht, die Wogen zu glätten: oft wurden von den Social-Media-Leuten fertige Textbausteine unter wütende Kommentare gesetzt, ab und zu gab es auch mal einen individualisierten Kommentar, aber eine wirklich nachvollziehbare Erklärung, die über die Standardfloskeln hinausging („technische Störung am Zug“, „Signalstörung“, „Weichenstörung“ oder „Polizeieinsatz“ führen die Top 10 der Begründungen an…), gibt es nur alle paar Wochen mal.

Mittlerweile scheint das Social-Media-Team jedoch weitestgehend resigniert zu haben: nur noch die „schlimmen“ Kommentare werden beantwortet, seit Anfang 2020 scheint die S-Bahn verstanden zu haben, dass die Fahrgäste sich mit den Standardfloskeln nicht mehr zufrieden geben und verzichten meistens ganz auf eine Reaktion. Beiträge wie diese hier werden von der S-Bahn Hamburg keines Kommentares mehr gewürdigt:

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